Krebsrisiko senken: Diese 3 Gewohnheiten solltest du kennen
Können bestimmte Alltagsgewohnheiten dazu beitragen, gesundheitliche Risikofaktoren zu reduzieren? Tatsächlich gibt es zu Bewegung und Schwitzen, zum Zeitpunkt der letzten Mahlzeit und zu chronischem Stress wissenschaftliche Untersuchungen. Wichtig ist dabei: Keine dieser Maßnahmen kann garantieren, dass ein Mensch keinen Krebs bekommt. Krebs entsteht durch ein komplexes Zusammenspiel genetischer, biologischer, umweltbedingter und lebensstilbezogener Faktoren.

Symbolbild: Gesunder Lebensstil, bewusste Ernährung, Sauna und Stressreduktion können das allgemeine Wohlbefinden unterstützen. Das Bild wurde mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) generiert. © Janes Magazin / KI-generiert
🔥 1. Regelmäßig schwitzen – Bewegung und Sauna
Dass sich bestimmte Schwermetalle im menschlichen Schweiß befinden, ist wissenschaftlich nachgewiesen. Eine systematische Übersichtsarbeit untersuchte 24 wissenschaftliche Veröffentlichungen zur Ausscheidung von Arsen, Cadmium, Blei und Quecksilber über den Schweiß. Die Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass Schwitzen tatsächlich einen Ausscheidungsweg für diese Substanzen darstellen kann. Bei Menschen mit höherer Belastung wurden teilweise höhere Konzentrationen bestimmter Metalle im Schweiß als in Blut oder Urin festgestellt. (PubMed Central (PMC))
Interessant ist außerdem: Arsen, Cadmium, Blei und Quecksilber besitzen keine bekannte physiologisch notwendige Funktion im menschlichen Körper; einige Verbindungen dieser Elemente sind als krebserregend beziehungsweise wahrscheinlich krebserregend eingestuft. (Wiley Online Library)
Das bedeutet allerdings nicht, dass Saunieren über eine „Entgiftung“ nachweislich Krebs verhindert. Hierfür fehlt bislang der wissenschaftliche Beleg. Sehr gut belegt ist dagegen die Bedeutung regelmäßiger körperlicher Aktivität: Die American Cancer Society empfiehlt Erwachsenen 150–300 Minuten moderate oder 75–150 Minuten intensive körperliche Aktivität pro Woche und verweist darauf, dass körperliche Aktivität mit einem niedrigeren Risiko für verschiedene Krebsarten verbunden ist. (Krebsbekämpfung)
🌙 2. Zwischen Abendessen und Schlafen mehrere Stunden Pause lassen
Auch wann wir essen, wird zunehmend wissenschaftlich untersucht. Besonders interessant ist eine spanische Studie mit Frauen und Männern, die den Zusammenhang zwischen Essenszeiten, Schlaf und Brust- beziehungsweise Prostatakrebs untersuchte.
Menschen, die mindestens zwei Stunden zwischen Abendessen und Schlafengehen verstreichen ließen, hatten in dieser Beobachtungsstudie ein rund 20 Prozent niedrigeres kombiniertes Risiko für Brust- und Prostatakrebs als Personen, die unmittelbar nach dem Abendessen schlafen gingen. Auch ein früheres Abendessen war mit einem geringeren Risiko assoziiert. (PubMed Central (PMC))
Das beweist noch nicht, dass die Essenspause selbst die Ursache für das geringere Krebsrisiko ist. Die Ergebnisse sind jedoch interessant, weil unser Stoffwechsel eng mit unserem zirkadianen Rhythmus, also unserer inneren biologischen Uhr, verbunden ist.
❤️ 3. Wut, Anspannung und chronischen Stress nicht dauerhaft mit sich herumtragen
Wut zu empfinden ist menschlich. Entscheidend kann sein, wie wir damit umgehen: Gefühle wahrnehmen und angemessen ausdrücken und anschließend wieder in einen ruhigeren körperlichen und emotionalen Zustand zurückfinden.
Chronischer Stress kann den Körper belasten. Das amerikanische National Cancer Institute beschreibt unter anderem Zusammenhänge mit Herz-Kreislauf-Problemen, Bluthochdruck, Schlafproblemen und Veränderungen des Immunsystems. Ob chronischer Stress direkt Krebs verursacht, ist dagegen wissenschaftlich nicht eindeutig geklärt. Untersuchungen kommen hier zu unterschiedlichen Ergebnissen. Stress kann das Krebsrisiko außerdem indirekt beeinflussen, beispielsweise wenn Menschen unter dauerhafter Belastung häufiger rauchen, Alkohol trinken, sich weniger bewegen oder übermäßig essen. (Krebsinformationen)
Quellen:
Sears ME, Kerr KJ, Bray RI: Arsenic, Cadmium, Lead, and Mercury in Sweat: A Systematic Review, Journal of Environmental and Public Health (2012).
Kogevinas M. et al.: Effect of mistimed eating patterns on breast and prostate cancer risk, International Journal of Cancer (2018).
National Cancer Institute: Stress and Cancer.
American Cancer Society: Guideline for Diet and Physical Activity for Cancer Prevention.

Titelbild: Symbolische Darstellung eines gesundheitsbewussten Lebensstils mit Sauna, bewusster Ernährung und Stressreduktion. Das Bild wurde mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) generiert. © Janes Magazin / KI-generiert


