Zwischen Worten und Laufsteg – Roger König über Mut, Selbstfindung und seinen überraschenden Weg auf die ELORA Fashion Show 2026
Vom Schreiben zum Modeln: Was zunächst wie ein ungewöhnlicher Richtungswechsel klingt, wurde für Autor Roger König zu einer Reise voller Emotionen, persönlicher Entwicklung und neuer Möglichkeiten. Bekannt durch Bücher wie Traumleben – Entfessele dich und Deutschland so blass – Wie Ignoranz und politische Arroganz Deutschland in die Knie zwingen, wagte König 2026 etwas, das er selbst wohl noch Monate zuvor nicht für möglich gehalten hätte: den Schritt auf den Laufsteg der großen ELORA Fashion Show im AVANI Frankfurt City.
Im Gespräch mit Jane Uhlig erzählt Roger König offen über Selbstzweifel, Euphorie, Gemeinschaftsgefühl und darüber, warum der Laufsteg weit mehr ist als nur Glamour und schöne Kleidung. Es geht um Mut, Sichtbarkeit und darum, sich selbst neu zu entdecken.

„Ich wollte meine Komfortzone verlassen.“
Herr König, Sie sind eigentlich Buchautor – wie kam es dazu, dass Sie plötzlich den Schritt auf den Laufsteg gewagt haben?
Tatsächlich war die Entscheidung, den Schritt auf den Laufsteg zu wagen, für mich eine unerwartete, aber sehr bereichernde Erfahrung. Als Buchautor bin ich es gewohnt, meine Geschichten durch Worte zum Leben zu erwecken. Der Laufsteg hingegen bietet eine völlig andere Möglichkeit, Persönlichkeit und Ausdruckskraft sichtbar zu machen – durch Präsenz, Haltung, Körpersprache und Energie.
Ich sehe diese neue Herausforderung als eine Erweiterung meiner kreativen Arbeit. Schreiben findet oft im Stillen statt. Modeln hingegen ist sichtbar, direkt und emotional unmittelbar. Genau dieser Kontrast hat mich fasziniert.
Es war also weniger eine spontane Entscheidung, sondern vielmehr eine bewusste Wahl, meine Komfortzone zu verlassen und mich künstlerisch weiterzuentwickeln. Ich wollte herausfinden, wie es sich anfühlt, nicht nur Geschichten zu erzählen, sondern selbst Teil einer visuellen Geschichte zu werden.
„Mein Kopf fragte: Kann ich das überhaupt?“
Erinnern Sie sich noch an Ihren ersten Moment beim Casting der ELORA Fashion Show 2026?
Ja, sehr genau sogar. Dieser Moment hat sich tief eingeprägt. Es war eine Mischung aus Aufregung, Nervosität und Ehrfurcht. Als Autor bin ich eher ruhige Arbeitsprozesse gewohnt – man sitzt allein, denkt nach, schreibt, reflektiert. Beim Casting war plötzlich alles laut, lebendig und voller Energie.
Ich stand dort zwischen vielen talentierten Menschen, die alle ihre eigene Geschichte mitgebracht haben. Und natürlich gingen mir sofort Fragen durch den Kopf: „Passe ich überhaupt in diese Welt? Kann ich das wirklich? Was passiert, wenn ich Fehler mache?“
Aber gleichzeitig war da diese unglaubliche kreative Atmosphäre im Raum. Die Energie der Menschen, die Leidenschaft, die Offenheit – das hat mich sofort gepackt.
Und dann entstand etwas ganz Besonderes: Vorfreude. Die Vorstellung, Teil einer neuen Welt zu werden. Als Autor erschaffe ich normalerweise Bilder im Kopf der Leser. Bei ELORA durfte ich plötzlich selbst Teil eines visuellen Gesamtkunstwerks werden.
„Es war ein Wendepunkt.“
Sie haben an mehreren Casting-Workshops teilgenommen. Was haben Sie dort über das Modeln – aber auch über sich selbst – gelernt?
Die Workshops waren viel mehr als reines Laufstegtraining. Natürlich ging es um Haltung, Präsenz, Bewegungen und Ausdruck. Aber vor allem ging es darum, sich selbst wahrzunehmen und sichtbar zu werden.
Ich habe gelernt, dass Selbstbewusstsein nichts Starres ist. Es entsteht oft erst in Situationen, die uns herausfordern. Viele Teilnehmer kamen mit Unsicherheiten, manche sogar mit Ängsten. Und trotzdem haben sie sich dieser Bühne gestellt.
Rückblickend war diese Erfahrung für mich ein Wendepunkt. Sie hat mein Verständnis von Ausdruck und Kunst erweitert. Ich habe erkannt, wie wichtig es ist, offen für Neues zu bleiben und sich selbst immer wieder neu herauszufordern.
Das ist übrigens auch ein Gedanke, der sich durch meine Bücher zieht: Entwicklung beginnt oft genau dort, wo wir uns unsicher fühlen.
„Der Laufsteg ist eine Reise zum eigenen Selbst.“
Viele Menschen träumen davon, einmal auf einem großen Laufsteg zu stehen. Was bedeutet es Ihnen persönlich, dass dieser Traum nun Realität geworden ist?
Es bedeutet mir tatsächlich sehr viel. Für Außenstehende wirkt ein Laufsteg vielleicht glamourös oder oberflächlich. Aber wenn man selbst dort steht, merkt man schnell: Es geht um viel mehr.
Es geht um Sichtbarkeit. Um Selbstannahme. Um den Mut, sich zu zeigen.
Wenn das Licht angeht und man den ersten Schritt macht, entsteht ein besonderer Moment. Alle Zweifel müssen plötzlich in den Hintergrund treten. Stattdessen zählt nur noch Präsenz.
Viele Teilnehmer der ELORA Fashion Show haben mir erzählt, dass sie jahrelang mit Unsicherheiten gekämpft haben. Manche hätten sich früher nie vorstellen können, vor Publikum aufzutreten. Und plötzlich stehen sie dort – stark, sichtbar und voller Ausstrahlung.
Genau das macht diese Erfahrung so besonders.
„Nervosität gehört dazu.“
Gab es während der Vorbereitung Momente von Unsicherheit oder Nervosität?
Natürlich. Und ich glaube sogar, dass das wichtig ist. Nervosität zeigt, dass einem etwas wirklich bedeutend ist.
Die Unsicherheit hat viele Teilnehmer – mich eingeschlossen – bis kurz vor dem Auftritt begleitet. Man weiß nie genau, wie das Publikum reagiert. Man fragt sich, ob man überzeugt, ob man den Erwartungen gerecht wird.
Aber irgendwann kommt der Punkt, an dem man entscheidet: Ich mache es trotzdem.
Und genau dort entsteht Wachstum.
„ELORA verbindet Menschen.“
Wie hat sich Ihr Auftreten und Ihr Selbstbewusstsein durch die Fashion Show verändert?
Ein ganz wichtiger Aspekt war für mich das Gemeinschaftsgefühl. Die ELORA Fashion Show hat Menschen aus unterschiedlichsten Lebensrealitäten zusammengebracht.
Dort standen nicht nur klassische Models. Dort standen Menschen mit Geschichten, mit Erfahrungen, mit Träumen. Genau diese Vielfalt hat die Show so besonders gemacht.
Ich finde es wichtig zu betonen, dass Schönheit nicht an bestimmte Maße oder Ideale gebunden ist. ELORA hat gezeigt, dass Ausstrahlung, Persönlichkeit und Mut oft viel stärker wirken als Perfektion.
Das verändert Menschen nachhaltig.
Viele Teilnehmer haben auf dem Laufsteg zum ersten Mal gespürt, dass sie gesehen werden – wirklich gesehen werden. Nicht oberflächlich, sondern als Persönlichkeit.

„Als Autor erzähle ich mit Worten – als Model mit Haltung.“
Vom Buchautor zum Model: Haben Sie Parallelen zwischen Schreiben und Modeln entdeckt?
Mehr, als ich zunächst erwartet hätte.
Als Autor erzähle ich Geschichten mit Worten. Als Model erzählt man Geschichten mit Körpersprache, Gestik und Präsenz. In beiden Fällen geht es darum, Emotionen zu transportieren.
Beim Schreiben spielt Rhythmus eine Rolle. Beim Modeln spielt Timing eine Rolle.
Beim Schreiben braucht man Konzentration und Hingabe. Auf dem Laufsteg braucht man Präsenz und Bewusstsein für jeden einzelnen Schritt.
Und beide Bereiche verlangen Disziplin.
Viele unterschätzen, wie viel Arbeit hinter kreativen Prozessen steckt – egal ob bei Büchern oder beim Modeln. Beide Welten erfordern Durchhaltevermögen, Offenheit und den Mut, sich immer wieder neu auszuprobieren.
Das Spannende für mich war: Das Modeln hat mein Bewusstsein für Körpersprache enorm geschärft. Dadurch beobachte ich heute auch Menschen anders – und das wiederum beeinflusst mein Schreiben.
„Die Zusage kam an meinem Geburtstag.“
Wie war der Moment, als Sie die Zusage für die Show erhalten haben?
Das war tatsächlich ein ganz besonderer Augenblick.
Die Zusage erreichte mich am Sonntagmorgen, dem 19. April – an meinem Geburtstag. Die Freude war riesig, aber gleichzeitig kam sofort diese innere Stimme: „Worauf hast du dich da eingelassen?“
Da waren Stolz, Euphorie, aber eben auch Angst vor etwas völlig Neuem.
Doch nach kurzer Zeit überwog die Begeisterung. Ich dachte an einen Satz, den ich selbst oft schreibe: „Verlass deinen Alltagstrott. Wage neue Wege.“
Und plötzlich lebte ich genau das selbst.
„Der Laufsteg verändert Menschen.“
Was hat Sie an der Atmosphäre der ELORA Fashion Show 2026 besonders beeindruckt?
Die Transformation der Menschen.
Es war faszinierend zu beobachten, wie Teilnehmer über sich hinausgewachsen sind. Manche wirkten beim ersten Casting noch sehr zurückhaltend oder unsicher. Doch sobald sie die Bühne betraten, entstand etwas Neues.
Plötzlich waren da Stolz, Stärke und Präsenz.
Der Laufsteg wurde für viele zu einem Symbol des Aufbruchs. Manche wollten sich selbst beweisen, dass sie mutiger sind, als sie dachten. Andere entdeckten völlig neue Perspektiven für ihr Leben.
Und genau deshalb war die ELORA Fashion Show für mich viel mehr als ein Modeevent. Sie war ein Ort der Entwicklung und Selbstermächtigung.
„Träume dürfen Realität werden.“
Welche Botschaft möchten Sie Menschen mitgeben, die vielleicht selbst einen Traum haben, sich aber noch nicht trauen?
Dass man manchmal einfach den ersten Schritt wagen muss – auch wenn man noch nicht genau weiß, wohin der Weg führt.
Viele Menschen warten auf den perfekten Zeitpunkt. Aber den gibt es oft nicht.
Die ELORA Fashion Show hat gezeigt, dass Träume real werden können, wenn man bereit ist, seine Ängste nicht länger über den eigenen Möglichkeiten stehen zu lassen.
Man muss nicht perfekt sein. Man muss nur bereit sein, anzufangen.
„Vielleicht beginnt gerade erst ein neues Kapitel.“
Ist das Modeln für Sie ein einmaliges Erlebnis gewesen – oder beginnt gerade vielleicht ein völlig neues Kapitel in Ihrem Leben?
Ich glaube tatsächlich, dass hier gerade ein neues Kapitel beginnt.
Das Modeln war keineswegs nur ein einmaliges Erlebnis. Es hat mir gezeigt, wie viele Möglichkeiten entstehen können, wenn man offen bleibt und Neues zulässt.
Besonders bereichernd war auch der Austausch mit den anderen Models – sowohl mit Profis als auch mit Menschen, die wie ich ihre ersten Erfahrungen gemacht haben. Daraus sind Kontakte und Freundschaften entstanden, die weit über die Show hinausreichen.
Die Reaktionen nach der ELORA Fashion Show waren überwältigend: Instagram-Nachrichten, persönliche Anrufe, Nachrichten über WhatsApp – all das hat mir gezeigt, wie sehr Menschen inspiriert werden können, wenn jemand den Mut hat, neue Wege zu gehen.
Und deshalb kann ich mir gut vorstellen, dass noch weitere Castings und vielleicht weitere Runway-Momente folgen werden.
Wie ich immer sage:
„Mit Begeisterung schaffst du alles – ohne hast du höchstens Ausreden.“
Und auch:
„Opportunities will present themselves – Gelegenheiten ergeben sich von selbst.“
Die ELORA Fashion Show war genau so eine Gelegenheit.
Über den Autor Roger König
Roger König ist Buchautor, kreativer Denker und inzwischen auch ein überraschend authentisches Gesicht auf dem Laufsteg. Bekannt wurde er insbesondere durch sein inspirierendes Buch Traumleben – Entfessele dich, in dem er sich intensiv mit persönlicher Entwicklung, Mut zur Veränderung und der bewussten Gestaltung des eigenen Lebens auseinandersetzt.
Darüber hinaus veröffentlichte Roger König das gesellschaftskritische Werk Deutschland so blass – Wie Ignoranz und politische Arroganz Deutschland in die Knie zwingen, das sich mit politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen in Deutschland beschäftigt.
Seine Bücher verbinden persönliche Reflexion mit klaren gesellschaftlichen Beobachtungen und motivierenden Impulsen. Dabei geht es immer wieder um Mut, Veränderung, Eigenverantwortung und die Frage, wie Menschen ihr Leben bewusst gestalten können.
Mit seinem Auftritt bei der ELORA Fashion Show 2026 hat Roger König nun gezeigt, dass seine Botschaften nicht nur auf Papier existieren – sondern auch gelebt werden können.

