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Donnerstag, 29 Januar 2026
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Who’s Zoomin’ Who? –Lebe eine Beziehung ohne Manipulation von Roger König

Roger König: Who’s Zoomin’ Who? –
Lebe eine Beziehung ohne Manipulation

Wenn Liebe zur Verunsicherung wird, stimmt etwas nicht.
In „Who’s Zoomin’ Who?“ beschreibt Roger König, Autor und Coach für Persönlichkeitsentwicklung, wie Manipulation und Gaslighting Beziehungen zerstören – und wie Betroffene ihre innere Stärke zurückgewinnen können.
Ein aufklärender, ehrlicher Beitrag über Macht, Kontrolle und Selbstwert.

Buchautor, Speaker und Coach Roger König
Buchautor, Speaker und Coach Roger König

Deine Beziehung sollte dein sicherer Hafen sein – ein Ort, an dem du dich wohl, geborgen und glücklich fühlst. Doch wenn du mit einer manipulativen Person zusammenlebst, bleibt dieser Wunsch oft ein unerreichbarer Traum.

Das größte Problem dabei ist, dass Manipulation meist schwer zu erkennen ist. Schließlich handelt es sich um einen Menschen, den du liebst und dem du vertraust. Allein der Gedanke, dass diese Person dich gezielt manipulieren könnte, erscheint unvorstellbar. Und doch ist es in toxischen Beziehungen essenziell, zu verstehen, wie Manipulation funktioniert, welche Aussagen Manipulatoren treffen und welche Mechanismen dahinterstehen.

Psychologische Manipulatoren versuchen, das Verhalten und die Wahrnehmung anderer Menschen durch mentale Verzerrung und emotionale Ausbeutung zu verändern. Sie nutzen psychologische Prinzipien gezielt zu ihrem Vorteil. Gedanken, Handlungen und Wünsche des Gegenübers werden so verdreht, dass sie den eigenen Bedürfnissen entsprechen. Dabei schaffen Manipulatoren bewusst ein Machtungleichgewicht – und nutzen dieses systematisch aus.

Unbewusst bedienen sich viele Menschen in geringem Maß manipulativer Strategien. Eine Notlüge, um etwas zu erreichen, ist ebenfalls eine Form der Manipulation. Studierende behaupten, ihr Computer sei abgestürzt, um eine Fristverlängerung zu bekommen. Angestellte melden sich krank, um einen Arbeitstag zu vermeiden. Der entscheidende Unterschied liegt jedoch in der Dauer, Intensität und Absicht.

Chronische Manipulatoren berauben ihr Gegenüber gezielt der Fähigkeit, eigenständige und informierte Entscheidungen zu treffen. Durch Lügen und Verzerrungen erschaffen sie eine alternative Realität, in der Entscheidungen getroffen werden, die dem Manipulator nutzen – nicht jedoch dem Opfer. Diese Personen wissen genau, was sie tun, und setzen Manipulation als dauerhaftes Kontrollinstrument ein.

Manipulative Menschen sind häufig stark wettbewerbsorientiert und betrachten das Leben als Spiel, in dem es Gewinner und Verlierer gibt. In Beziehungen glauben sie, dass einer die Kontrolle haben muss, während der andere zu gefallen hat. Kompromisse gehen sie nicht ein. Eigene Fehler werden nicht akzeptiert. Es geht ihnen nicht um Fairness, sondern darum, Recht zu behalten.

Sie nutzen gezielt die Wunden, Unsicherheiten und Schwächen ihres Gegenübers aus. Oft suchen sie sich co-abhängige Partner oder Menschen mit geringem Selbstwertgefühl, da diese leichter beeinflussbar sind.


Wie psychologische Manipulatoren in Beziehungen agieren

Ist „der Fisch einmal am Haken“, geben Manipulatoren nicht mehr nach. Jeder nächste Schritt ist längst geplant.

Sie inszenieren sich als Opfer, nutzen persönliche oder gesundheitliche Probleme, um Mitleid zu erzeugen, und übernehmen niemals Verantwortung für eigenes Fehlverhalten. Stattdessen machen sie dich für ihre Probleme verantwortlich und setzen deine emotionalen Schwächen gezielt gegen dich ein.

Körperliche Beschwerden werden vorgeschoben, um unangenehme Situationen zu vermeiden – verschwinden jedoch plötzlich, wenn es ihnen passt. Sie säen Unsicherheit, indem sie deinen Lebensstil, deine Arbeit oder deine Gewohnheiten so kommentieren, dass du an dir selbst zweifelst. Besonders häufig greifen sie Themen auf, bei denen du ohnehin unsicher bist.

Abwertung, Lächerlichmachen und Ausgrenzung dienen dazu, ihre vermeintliche Überlegenheit zu demonstrieren. Positives Feedback bleibt aus, stattdessen wirst du ständig gezwungen, dich zu beweisen. Die Erwartungen sind hoch, egoistisch und einseitig.

Ein zentrales Instrument ist Gaslighting: Aussagen werden geleugnet, Geschehnisse umgedeutet, Erinnerungen infrage gestellt. Verletzende Bemerkungen werden als „Witze“ getarnt, und wenn du dich wehrst, heißt es, du seist zu sensibel. Vor anderen zeigen sie sich charmant und liebevoll – hinter verschlossenen Türen jedoch ihr wahres Gesicht. Dadurch wird es dir erschwert, Hilfe zu bekommen.

Auch Geschenke und Komplimente dienen oft nur dazu, später Schuldgefühle zu erzeugen oder Gegenleistungen einzufordern. Deine Probleme werden kleingeredet, während ihre stets im Mittelpunkt stehen. Bleibst du emotional, reagieren sie demonstrativ ruhig, um dir das Gefühl zu geben, du würdest überreagieren.


Gaslighting – die extremste Form der Manipulation

Gaslighting ist eine Form des psychischen Missbrauchs, bei der gezielt das Selbstvertrauen eines Menschen zerstört und dessen Realitätswahrnehmung manipuliert wird. Wer über längere Zeit Gaslighting erlebt, weiß irgendwann nicht mehr, was wahr und was falsch ist. Im Extremfall kann dies zu schweren psychischen Erkrankungen führen.

Der Begriff stammt aus dem Theaterstück Gas Light (1938), in dem ein Ehemann seine Frau so lange manipuliert, bis sie an ihrem Verstand zweifelt.

Wissenschaftlich spricht man von invalidierender Kommunikation – Gefühle und Wahrnehmungen des Gegenübers werden systematisch entwertet. Gaslighting wird häufig von narzisstischen Persönlichkeiten eingesetzt, kann jedoch auch von Menschen mit starkem Minderwertigkeitsgefühl ausgehen.

Typische Gaslighting-Aussagen sind:

  • „Du übertreibst.“
  • „Du bist zu emotional.“
  • „Das habe ich nie gesagt.“
  • „Du bildest dir das nur ein.“
  • „Das ist allein deine Schuld.“

Wie du Manipulation begegnen kannst

1. Setze klare Grenzen
Starke persönliche Grenzen sind der wirksamste Schutz. Sie signalisieren Selbstwert und entziehen Manipulation die Grundlage.

2. Sprich Manipulation offen an
Benenne manipulatives Verhalten klar und direkt. Wer durchschaut wird, verliert an Macht.

3. Wende die Grey-Rock-Methode an
Reduziere emotionale Reaktionen auf ein Minimum oder brich den Kontakt konsequent ab.

4. Hole dir Unterstützung
Du musst diesen Weg nicht allein gehen. Vertraue dich Menschen an, die dich stärken.


Fazit

Psychologische Manipulation ist ein zerstörerisches Machtinstrument. Umso wichtiger ist es, die Anzeichen frühzeitig zu erkennen, ehrlich zu sich selbst zu sein und die eigene Situation kritisch zu hinterfragen. Lerne, Nein und Stopp zu sagen. Spiele nicht jedes Spiel mit – sie sind es nicht wert.

Im Zweifel gilt: Du solltest dir selbst immer das Wichtigste sein.


Roger König
Autor, Coach und Wegbegleiter für Persönlichkeitsentwicklung

In seinem Buch „Traumleben – Entfessle dich“ verbindet Roger König tiefgehende Lebensfragen mit praxisnahen Impulsen für den Alltag. Sein Anliegen ist es, Menschen dabei zu unterstützen, ihr volles Potenzial zu entfalten und ein selbstbestimmtes, erfülltes Leben zu führen.
Er steht für Veränderung, die im Inneren beginnt – und im Außen spürbar wird.

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