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Dienstag, 09 Juni 2026
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Expeditionsreisen boomen: Warum Arktis und Antarktis Menschen nicht mehr loslassen – Ikarus Tours

Expeditionsreisen boomen: Warum Arktis und Antarktis Menschen nicht mehr loslassen – Ikarus Tours

Pressefrühstück von IKARUS TOURS und PolarNEWS in Königstein mit Nicolas Kitzki, Dr. Volker Strecke und Kerstin Stock-Knecht – moderiert von Jane Uhlig

Ikarus Tours Presse-Frühstück / Rundgang durch das Gebäude
Ikarus Tours Presse-Frühstück / Rundgang durch das Gebäude

KÖNIGSTEIN IM TAUNUS. Die Sehnsucht nach außergewöhnlichen Reiseerlebnissen wächst. Immer mehr Menschen möchten nicht nur Urlaub machen, sondern Orte entdecken, die berühren, inspirieren und den Blick auf die Welt verändern. Besonders Expeditionsreisen in die Arktis und Antarktis erleben derzeit einen bemerkenswerten Aufschwung. Die letzten großen Wildnisräume unseres Planeten stehen für Abenteuer, Naturgewalten, Wissenschaft und unvergessliche Begegnungen mit einer Landschaft, die in ihrer Ursprünglichkeit einzigartig ist.

IKARUS TOURS CEO Nicolas Kitzki mit Moderatorin Jane Uhlig Copyright Shadi Komeili
IKARUS TOURS CEO Nicolas Kitzki begrüßte die Gäste mit Moderatorin Jane Uhlig Copyright Shadi Komeili
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Ikarus Tours Presse-Frühstück. von links. Ralf Huber, Ikarus Tours,
Polarforscher Volker Strecke, Moderatorin Jane Uhlig, CEO Ikarus Tours Nikolas Kitzki

Beim exklusiven Pressefrühstück von IKARUS TOURS und PolarNEWS in der Unternehmenszentrale in Königstein diskutierten führende Experten über genau diese Entwicklung. Mehr als 20 Journalistinnen und Journalisten aus Reise-, Tourismus-, Wirtschafts- und Lifestylemedien waren der Einladung gefolgt, um spannende Einblicke in die Welt der Expeditionsreisen zu erhalten.

Ikarus Tours Polarforscher Volker Strecke beim Presse-Frühstück Foto. Shadi Komeili
Ikarus Tours Polarforscher Volker Strecke beim Presse-Frühstück Foto. Shadi Komeili

Im Mittelpunkt standen Nicolas Kitzki, Geschäftsführer von IKARUS TOURS, der renommierte Polarforscher Dr. Volker Strecke sowie die langjährige Polar- und Expeditionsreise-Expertin Kerstin Stock-Knecht.

Ikarus Tours Presse-Frühstück / Ralf huber, Jane Uhlig, Volker Strecke, Kerstin Stock-Knecht Foto: Shadi Komeili
Ikarus Tours Presse-Frühstück / Ralf huber, Jane Uhlig, Volker Strecke,
Kerstin Stock-Knecht Foto: Shadi Komeili

Durch die Diskussionsrunde führte Jane Uhlig, Journalistin, Buchautorin und Moderatorin, die mit fundierten Fragen die Perspektiven von Forschung, Touristik und Expeditionserfahrung zusammenführte.

Beim Ikarus Tours Presse-Frühstück erklärt Nikolas Kitzki die Routen der Expeditionsreisen in die Arktis und Anarktis - auf dem Foto mit Konstantin Kitzki, Sohn, und Jane Uhlig Foto Shadi Komeili
Beim Ikarus Tours Presse-Frühstück erklärt Nikolas Kitzki die Routen der Expeditionsreisen in die Arktis und Anarktis – auf dem Foto mit Konstantin Kitzki, Sohn, und Jane Uhlig Foto Shadi Komeili

Reisen, die mehr sind als Urlaub

Für Nicolas Kitzki liegt der Grund für den Boom von Expeditionsreisen in einem grundlegenden Wandel der Reisekultur.

„Viele Menschen suchen heute nach Erfahrungen, die bleiben“, erklärte der IKARUS-TOURS-Geschäftsführer. Während klassische Urlaubsformen oft auf Entspannung und Komfort ausgerichtet seien, gehe es bei Expeditionsreisen um echte Erlebnisse, intensive Naturbeobachtungen und emotionale Momente.

Wer vor einem gigantischen Eisberg steht, Wale in freier Wildbahn beobachtet oder die Stille einer antarktischen Bucht erlebt, nehme Erinnerungen mit nach Hause, die ein Leben lang bleiben. Gerade diese Kombination aus Abenteuer, Wissen und Naturerlebnis mache den besonderen Reiz der Polarregionen aus.

Dabei unterscheiden sich Expeditionsreisen deutlich von klassischen Kreuzfahrten.

„Die Natur schreibt das Programm“, betonte Kitzki während der Diskussion.

Wetterbedingungen, Eisverhältnisse und Tierbeobachtungen entscheiden oft kurzfristig über Routen und Landgänge. Genau diese Flexibilität mache den Charakter einer echten Expedition aus und sorge dafür, dass keine Reise der anderen gleicht.

Ikarus Tours Frühstück, CEO Nikolas Kitzki führt durch das Gebäude mit Dr. Volker Strecke und Ralf Huber Foto: Shadi Komeili
Ikarus Tours Frühstück, CEO Nikolas Kitzki führt durch das Gebäude mit Dr. Volker Strecke und Ralf Huber Foto: Shadi Komeili

Kleine Schiffe, große Erlebnisse

Ein wesentliches Merkmal moderner Expeditionsreisen sind die vergleichsweise kleinen Schiffe. Meist reisen lediglich rund 100 Gäste an Bord. Dadurch können sämtliche Passagiere gleichzeitig an Land gehen und intensive Naturerlebnisse genießen.

Besonders beeindruckend ist das außergewöhnlich enge Verhältnis zwischen Gästen und Expeditionsteam. Rund 20 bis 22 Spezialisten begleiten die Reisen. Dazu gehören Biologen, Geologen, Historiker, Naturführer, Expeditionsleiter sowie Experten für Kajak- und Outdooraktivitäten.

Viele Reisen werden bilingual durchgeführt. Vorträge, Informationen, Tagesprogramme und Borddurchsagen stehen in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung. Das Expeditionsteam mischt sich bewusst unter die Gäste, sitzt bei gemeinsamen Mahlzeiten mit am Tisch und beantwortet Fragen direkt aus erster Hand.

Eine klassische Kreuzfahrtatmosphäre mit festen Sitzplätzen und formellen Abläufen sucht man hier vergeblich. Stattdessen herrscht eine entspannte, persönliche Atmosphäre, in der Begegnungen und Gespräche im Mittelpunkt stehen.

Komfort mitten in der Wildnis

Moderne Expeditionsschiffe verbinden heute höchsten Komfort mit unmittelbarer Nähe zur Natur. Spezielle Ausrüstungsbereiche, sogenannte Mudrooms, erleichtern die Vorbereitung auf Landgänge. Zodiac-Plattformen ermöglichen einen sicheren und schnellen Einstieg in die Expeditionsboote.

Trotz aller Technik bleibt die Erkenntnis bestehen, dass Reisende sich in einer der extremsten Regionen der Erde bewegen.

„Wir befinden uns in echter Wildnis“, erklärte Nicolas Kitzki.

Ohne die Erfahrung der Crews, die Infrastruktur der Schiffe und die Kompetenz der Expeditionsleiter wäre ein Aufenthalt in diesen Regionen kaum möglich. Gerade dieses Bewusstsein für die Kraft der Natur macht für viele Reisende den besonderen Charakter einer Expedition aus.

Ikarus Presse-Frühstück / Polarforscher Dr. Volker Strecke und Expeditions-Expertin Kerstin Stock-Knecht Foto. Shadi Komeili
Ikarus Presse-Frühstück / Polarforscher Dr. Volker Strecke und Expeditions-Expertin Kerstin Stock-Knecht Foto. Shadi Komeili

Dr. Volker Strecke und das „Polarvirus“

Mit besonderem Interesse verfolgten die Gäste die Ausführungen von Dr. Volker Strecke. Der Polarforscher zählt zu den erfahrensten deutschen Antarktis-Kennern und verbrachte insgesamt fast viereinhalb Jahre seines Lebens in den Polarregionen.

Seine Faszination begann bereits Anfang der 1980er-Jahre. Als Funkamateur gelang ihm damals erstmals eine Verbindung in die Antarktis. Wenige Jahre später erhielt er die Gelegenheit, selbst an einer Forschungsmission teilzunehmen – eine Entscheidung, die sein Leben nachhaltig prägen sollte.

Während mehrerer Überwinterungen arbeitete er an Forschungsprojekten zu Erdmagnetismus, Weltraumwetter, Ionosphäre und Polarlichtern. Seine wissenschaftlichen Arbeiten leisten bis heute wichtige Beiträge zum Verständnis globaler Kommunikations- und Satellitensysteme.

Auf die Frage von Moderatorin Jane Uhlig, ob man nach so vielen Jahren jemals wieder von der Antarktis loskomme, antwortete Strecke mit einem Schmunzeln:

„Es gibt definitiv so etwas wie einen Polarvirus.“

Wer die gewaltigen Eislandschaften, die einzigartige Tierwelt und die besondere Atmosphäre erlebt habe, werde oft ein Leben lang von dieser Faszination begleitet.

Heute gibt Dr. Strecke seine Erfahrungen regelmäßig als Lektor auf Expeditionsreisen weiter und vermittelt Gästen wissenschaftliche Hintergründe ebenso wie persönliche Erlebnisse.

Kerstin Stock-Knecht: „Einmal Eis, immer Eis“

Auch Kerstin Stock-Knecht blickt auf Jahrzehnte Erfahrung in den Polarregionen zurück. Bereits 1993 arbeitete sie erstmals als Crewmitglied auf einem Expeditionsschiff in der Antarktis.

Der erste Blick aus ihrer Kabine auf eine Gruppe springender Pinguine wurde für sie zu einem Schlüsselmoment.

„Innerhalb weniger Sekunden hatte ich mich in die Polarwelt verliebt“, erinnerte sie sich.

Seitdem führten sie zahlreiche Reisen in die Antarktis, nach Spitzbergen, Grönland, Südgeorgien und in weitere Regionen des hohen Nordens und Südens.

Besonders beeindruckend seien die Ruhe und Ursprünglichkeit dieser Landschaften.

„Man kann dort tatsächlich Stille hören“, sagte Stock-Knecht.

Das Knacken des Eises, die klare Luft, die besondere Lichtstimmung und die Weite der Landschaften erzeugten eine Entschleunigung, die viele Reisende tief berühre. Ihr persönliches Motto lautet deshalb:

„Einmal Eis, immer Eis.“

Polar Plunge und heiße Quellen

Zu den spektakulärsten Erlebnissen vieler Expeditionen gehört der sogenannte „Polar Plunge“ – der Sprung in das eiskalte Wasser der Polarregionen.

Wie Nicolas Kitzki berichtete, nutzen rund 70 bis 80 Prozent der Gäste diese Gelegenheit. Der Sprung ins Wasser bei Temperaturen um den Gefrierpunkt gilt für viele als persönlicher Höhepunkt ihrer Reise.

Daneben faszinieren auch die heißen Quellen der Antarktis. Besonders bekannt ist die vulkanische Deception Island, ein aktiver Vulkan, dessen Caldera mit Schiffen befahren werden kann.

Hier treffen Feuer und Eis unmittelbar aufeinander. Während ringsum Schnee und Gletscher dominieren, können Besucher in natürlich erwärmten Wasserbecken baden – ein Erlebnis, das weltweit einzigartig ist.

Klimawandel wird sichtbar

Neben den beeindruckenden Naturerlebnissen spielte auch der Klimawandel eine wichtige Rolle in der Diskussion.

Kerstin Stock-Knecht schilderte eindrucksvoll, wie sich viele Regionen innerhalb weniger Jahrzehnte verändert haben. Gletscher ziehen sich zurück, Eisflächen verschwinden und Landschaften verändern ihr Erscheinungsbild sichtbar.

Wer dieselben Orte über viele Jahre hinweg besucht, könne die Veränderungen unmittelbar beobachten.

Auch Dr. Strecke verwies auf die Folgen für die Tierwelt. Besonders Kaiserpinguine seien auf stabile Eisflächen angewiesen und damit von den Veränderungen direkt betroffen.

Reisen, die Bewusstsein schaffen

Für Nicolas Kitzki haben Expeditionsreisen deshalb eine wichtige gesellschaftliche Funktion.

„Nicht jeder Mensch wird jemals die Antarktis besuchen können. Aber jeder, der dort war, wird zum Botschafter dieser einzigartigen Region.“

Reisende erleben die Auswirkungen klimatischer Veränderungen unmittelbar und entwickeln häufig ein stärkeres Bewusstsein für Natur- und Umweltschutz. Expeditionsreisen seien deshalb weit mehr als touristische Angebote – sie könnten Wissen vermitteln und Verständnis schaffen.

Ikarus Tours Presse-Frühstück
Ikarus Tours Presse-Frühstück

Blick hinter die Kulissen von IKARUS TOURS

Nach der Podiumsdiskussion nutzten die Journalistinnen und Journalisten die Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen und Einzelinterviews mit den Referenten.

Anschließend führte das Team von IKARUS TOURS die Gäste durch das markante Firmengebäude in Königstein. Die beeindruckende Bibliothek, historische Reiseerinnerungen und die besondere Architektur spiegeln die internationale Ausrichtung des Unternehmens wider und machen deutlich, wie eng die Geschichte von IKARUS TOURS mit außergewöhnlichen Reiseerlebnissen verbunden ist.

Das Pressefrühstück zeigte eindrucksvoll, warum Arktis und Antarktis heute zu den faszinierendsten Reisezielen der Welt gehören. Die Kombination aus Abenteuer, Wissenschaft, Naturerlebnis und persönlicher Begegnung macht Expeditionsreisen zu einer Reiseform, die weit über klassischen Urlaub hinausgeht.

Oder, wie Dr. Volker Strecke es formulierte:

„Es gibt definitiv so etwas wie einen Polarvirus.“

Ikarus Tours CEO Nikolas Kitzki mit Sohn Konstantin und Dr. Volker Strecke Foto: Shadi Komeili
Ikarus Tours CEO Nikolas Kitzki mit Sohn Konstantin und Dr. Volker Strecke Foto: Shadi Komeili
Ikarus-Presse-Frühstück: Moderatorin Jane Uhlig und Robin Gamroth von Ikarus Tours Foto. Shadi Komeili
Ikarus-Presse-Frühstück: Moderatorin Jane Uhlig und Robin Gamroth von Ikarus Tours
Foto. Shadi Komeili

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