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Freitag, 30 Januar 2026
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Marius Tegethoff in der Livia Lisboa Fotokunst Galerie

Diffusionism – Wenn Fotografie zum Zustand wird

Ausstellung von Marius Tegethoff in der Livia Lisboa Fotokunst Galerie

Hamburg, Januar 2026 – Mit der Ausstellung „Diffusionism“ eröffnet die Livia Lisboa Fotokunst Galerie in den Hamburger Stadthöfen einen Raum für entschleunigte Wahrnehmung, leise Intensität und einen bewussten Perspektivwechsel. Die Ausstellung des Berliner Fotografen Marius Tegethoff ist noch bis 21. Februar 2026 zu sehen und lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, Fotografie jenseits klassischer Bildkategorien zu erleben – nicht als Abbild, sondern als Zustand.

Rund 100 geladene Gäste folgten am Donnerstagabend der Einladung zur Vernissage der Ausstellung „Diffusionism“ von Marius Tegethoff in die Livia Lisboa Fotokunst Galerie – gelegen in den Hamburger Stadthöfen, direkt am Neuen Wall.
Rund 100 geladene Gäste folgten am Donnerstagabend der Einladung zur Vernissage der Ausstellung „Diffusionism“ von Marius Tegethoff in die Livia Lisboa Fotokunst Galerie – gelegen in den Hamburger Stadthöfen, direkt am Neuen Wall.

Ein Ort für das Dazwischen

Die Galerie, gelegen in den Stadthöfen am Neuen Wall, bietet mit ihren lichtdurchfluteten Räumen den idealen Rahmen für Tegethoffs Arbeiten. Bereits beim Betreten wird deutlich, dass es hier nicht um schnelle Eindrücke geht. „Diffusionism“ verlangt Zeit, Offenheit und die Bereitschaft, sich auf Zwischentöne einzulassen. Raum, Zeit und Körper bilden das thematische Fundament der Ausstellung – nicht erklärend, sondern fühlbar.

Tegethoffs Fotografien bewegen sich zwischen Dokumentation und Abstraktion, zwischen Himmel und Fläche, zwischen Nähe und Distanz. Sie eröffnen Bildräume, die sich der eindeutigen Zuordnung entziehen und gerade dadurch eine besondere poetische Kraft entfalten.

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Marius Tegethoff und Livia Lisboa

Vernissage als atmosphärisches Gesamterlebnis

Rund 100 geladene Gäste folgten der Einladung zur Vernissage und erlebten einen Abend, der Kunst, Gespräch und Kulinarik auf stimmige Weise verband. Unter den Gästen befanden sich Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur, Medien und Unternehmertum, darunter die Schauspielerin Christiane Leuchtmann mit Sohn Valentin, die Tiroler Schauspielerin Caroline Tegethoff, die Sopranistin Dr. Julia Kretschmer-Wachsmann mit ihrem Ehemann, dem Unternehmer Klausmartin Kretschmer, sowie Medien-Psychologe Jo Groebel mit seiner Lebensgefährtin Grit Weiß. Auch Vertreterinnen und Vertreter aus Hotellerie, Gastronomie und Medien nutzten den Abend für intensiven Austausch.

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Grit Weiss und Jo Groebel

Kulinarisch begleitet wurde die Vernissage von feinem Fingerfood aus dem Hotel Reichshof, serviert zu Crémant und leichten Gesprächen. Kunst und Kulinarik verschmolzen zu einem Gesamterlebnis, das die Haltung der Galerie widerspiegelt: Kunst als sinnliche Erfahrung, nicht als elitäres Statement.

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Christiane Leuchtmann mit Sohn Valentin

Die Haltung der Galerie

Galeristin Livia Lisboa brachte diese Haltung in ihrer Ansprache präzise auf den Punkt:
„Marius Tegethoff gelingt es, Fotografie von jeder Schwere zu befreien. Seine Bilder sind keine Abbildungen, sondern Zustände – sie laden dazu ein, sich Zeit zu nehmen und das Sehen neu zu lernen.“
Mit „Diffusionism“ setzt die Galerie ihr kuratorisches Programm konsequent fort: Fotokunst, die leise wirkt, nachhaltig nachhallt und den Dialog zwischen Werk, Raum und Betrachter in den Mittelpunkt stellt.

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Marius Tegethoff

Ein ungewöhnlicher künstlerischer Weg

Fotografie ist für Marius Tegethoff kein isoliertes Paralleluniversum, sondern die Verdichtung eines außergewöhnlich vielseitigen Lebenswegs. Bereits mit 16 Jahren begann er zu fotografieren – fasziniert von Strukturen, Wiederholungen und Übergängen. Es folgten Stationen in der Musikszene Hamburgs, in der Fliegerei, an der Universität, im Synchronstudio, im Automobil- und Cockpit-Design sowie in der Beratung komplexer Systeme.

All diese Erfahrungen eint ein geschärfter Blick für Perspektive, Präzision und Zusammenhänge. Diese Qualitäten spiegeln sich atmosphärisch in seinen Arbeiten wider. Tegethoffs Bilder sind nicht laut, nicht illustrativ, sondern verdichtet – geprägt von Beobachtung, Erfahrung und technischer wie inhaltlicher Reflexion.

Diffusion als zentrales Prinzip

Im Zentrum der Ausstellung steht der Begriff der Diffusion – verstanden als physikalischer, chemischer, gesellschaftlicher und mentaler Prozess des Übergangs. Diffusion beschreibt das Dazwischen: Sie verbindet Ausgangs- und Endzustände, definiert ein Vorher und ein Nachher. Aus der Beobachtung des Nachher und der Erinnerung an das Vorher entsteht unsere Wahrnehmung von Zeit.

In Tegethoffs Bildern wird dieser Prozess sichtbar, ohne erklärend zu sein. Die Fotografien wirken wie aus der Transparenz der Luft gemalt, entstehen in großen Höhen und entziehen sich bewusst klaren Horizonten oder festen Bezugspunkten. Sie erzeugen eine eigentümliche Gleichzeitigkeit von Verlorenheit und Vertrautheit – ein Zustand, den viele Besucher als meditativ, beinahe körperlich beschreiben.

Serien zwischen Malerei und Fotografie

Auf den ersten Blick erscheinen die Arbeiten der Serien Diffusions, Umbra und Exposed wie Ölgemälde oder Aquarelle: fließend, weich, beinahe körperlos. Erst bei näherem Hinsehen offenbart sich die charakteristische Körnung analoger Fotografie. Tegethoff nutzt bewusst unterschiedliche Technologien, um Zeitlichkeit und Materialität erfahrbar zu machen und das Medium selbst zum Träger von Bedeutung werden zu lassen.

Die Motive bewegen sich zwischen monumental-übermenschlichen Maßstäben und innerster Berührung. Sie sind zugleich verletzlich, impressionistisch und transzendent. Der Betrachter wird eingeladen, eigene Wahrnehmungsmuster zu hinterfragen und sich auf ein langsames Sehen einzulassen.

Erweiterung durch „Cartesianism“

Ergänzend zu „Diffusionism“ zeigt die Galerie Arbeiten aus dem Projekt Cartesianism. Hier wird Dreidimensionalität auf ein denkbares Minimum reduziert: Die drei Raumachsen werden auf eine Fläche gebracht. Der spielerische Umgang mit Sinnestäuschung und Sehgewohnheiten eröffnet neue Perspektiven. Ob man auf einen Würfel oder in eine konkave Ecke blickt, bleibt oft der eigenen Wahrnehmung überlassen.

Farbtöne, Texturen und Oberflächen erzeugen unerwartete Kontexte – bis hin zu Bezügen zu Stil, Interior Design und interkulturellen Unterschieden. Auch hier steht die Auseinandersetzung mit Raum im Mittelpunkt und der Versuch, eine eigenständige, minimalistische Bildsprache zu entwickeln.

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PR-Experte Tim Petersen, Elif Amini und Fabian Schlamelcher

Die Vernissage von „Diffusionism“ machte eindrucksvoll erlebbar, wofür diese Ausstellung steht: für Übergänge, für das Dazwischen, für leise Intensität statt schneller Effekte. Es ist eine Ausstellung, die weniger Antworten gibt als Räume öffnet – für Wahrnehmung, Erinnerung und stille Resonanz.

Für Janes Magazin ist „Diffusionism“ ein Beispiel dafür, wie zeitgenössische Fotokunst wirken kann, wenn sie sich dem schnellen Konsum entzieht und stattdessen auf Tiefe, Atmosphäre und Nachhaltigkeit setzt. Ein Besuch lohnt sich für alle, die bereit sind, sich Zeit zu nehmen – und das Sehen neu zu lernen.

Ausstellungsinfos
Livia Lisboa Fotokunst Galerie
Neuer Wall 86, 20354 Hamburg
Ausstellung: Diffusionism von Marius Tegethoff
Laufzeit: bis einschließlich 21. Februar 2026
Eintritt: frei
Öffnungszeiten: Dienstag–Samstag, 11:00–14:00 Uhr und 15:00–18:00 Uhr

Weitere Informationen: www.lisboa-fotokunst.de

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Jane Uhlig
Jane Uhlighttps://www.janeuhlig.de
Jane Uhlig ist Gründerin und Chef-Redakteurin von Janes Magazin. Sie publizierte Wirtschafts-Sachbücher-Bücher in Kooperation mit dem Campus Verlag und Hörbücher zum Thema Selbst-Coaching. Sie beschäftigt sich mit den Themen Lifestyle, Trends und Gesundheit, ist Yoga und Zumba-Trainerin für große Bühnen-Events und agiert als Moderatorin in zahlreichen Events, Konferenzen und Galas.
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