Mittwoch, 19 Juni 2024
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Édouard Louis hautnah erleben: Schauspiel Frankfurt & Hugendubel Frankfurt Steinweg – Lesung mit Torsten Flassig

Fortsetzung der Kooperation zwischen Schauspiel Frankfurt und Hugendubel Frankfurt

Torsten Flassig liest und spricht Édouard Louis
Samstag, 01. Juni, 14 Uhr, Hugendubel Frankfurt Steinweg

Die Kooperation zwischen Schauspiel Frankfurt und Hugendubel Frankfurt wird mit der dritten Veranstaltung der Reihe am Samstag, 01. Juni 2024 um 14 Uhr mit einer moderierten Lesung zu Édouard Louis fortgesetzt: Diesmal spricht Torsten Flassig u.a. Ausschnitte aus Louis‘ Roman »Wer hat meinen Vater umgebracht«. 

Moderiert wird die Veranstaltung von Alexander Leiffheidt, Geschäftsführender Dramaturg am Schauspiel Frankfurt, der auch Einblicke in die Lebens- und Werkgeschichte des Schriftstellers Édouard Louis (*30. Oktober 1992 in Hallencourt) geben wird. 
 Am 15. November 2024 kommt der Roman »Wer hat meinen Vater umgebracht« in einer Theaterfassung inszeniert von Lisa Nielebock als intensives und sensibles Kammerspiel im Schauspiel Frankfurt mit Torsten Flassig auf die Bühne.

Torsten Flassig, Schauspiel Frankfurt, liest und spricht Édouard Louis Samstag, 01. Juni, 14 Uhr, Hugendubel Frankfurt Steinweg Foto: Szymon Stepniak
Torsten Flassig, Schauspiel Frankfurt, liest und spricht Édouard Louis Samstag, 01. Juni, 14 Uhr, Hugendubel Frankfurt Steinweg Foto: Szymon Stepniak

Die autofiktionalen Romane und Erzählungen von Édouard Louis schildern mit großer Intensität, wie Armut, Enge, Ausgrenzung, Homophobie und patriarchale Geschlechterrollen in bestimmten sozialen Schichten, die zu immer neuen Spiralen der Ausweglosigkeit und Gewalt führen. Dabei gelingt Louis das Kunststück, die Verstricktheit der Opfer und Täter und ihr Ausgeliefertsein an gesellschaftliche Machtstrukturen zu beleuchten, ohne dabei jemals in eine Unschärfe der Unterscheidung verschiedener Formen des Leidens zu geraten. Auch der Täter ist Opfer – Handelt er aus Hilflosigkeit, Wut oder gesellschaftlich produzierter Autoaggression? – nichtsdestoweniger bleibt er Täter. Und das Opfer bleibt Opfer – selbst dann, wenn es die Täter versteht, wenn es gar in erzwungener Komplizenschaft mit ihnen kooperiert.

In seinem Roman »Wer hat meinen Vater umgebracht« schildert Louis das hochgradig ambivalente Verhältnis zu seinem Vater, der den homosexuellen Sohn ablehnt, sich für ihn schämt, ihn ausliefert und misshandelt und der sein Kind dennoch liebt. Er schildert sein eigenes Erwachsenwerden als Geschichte eines Sohnes, der den Vater abstreifen muss, um leben zu können, und sich doch nichts mehr wünscht, als von ihm gesehen zu werden. Eine Geschichte der Zärtlichkeit und Gewalt, des Selbsthasses und der Anklage.

Torsten Flassig studierte an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock. Während des Studiums spielte er am Volkstheater Rostock und wurde 2011 als Stipendiat in die Studienstiftung des Deutschen Volkes aufgenommen. Ab der Spielzeit 2013/14 war er am Schauspielhaus Bochum engagiert und wurde 2016 mit dem Bochumer Theaterpreis in der Kategorie »Nachwuchs« ausgezeichnet. Er arbeitete u.a. mit Stephan Kimmig, Eric de Vroedt, Marius von Mayenburg, Jan-Christoph Gockel, Julia Hölscher, Lisa Nielebock, Ulrich Rasche, Mateja Koležnik, Nuran David Calis, Barbara Bürk, Felicitas Brucker, Claudia Bauer, Jan Bosse und Timofej Kuljabin. Seit der Spielzeit 2017/18 ist er festes Ensemblemitglied am Schauspiel Frankfurt und ist u.a. in den Produktionen »Don Carlos«, »Der Würgeengel«, »Onkel Wanja« und seit kurzem in dem Georg-Kreisler-Abend »Heute leider Konzert!« zu erleben.

Das Schauspiel Frankfurt und Hugendubel Frankfurt gehen bis zum Sommer 2024 eine inspirierende und spannende künstlerische Kooperation ein, um Literatur und Theater auf einzigartige Weise zu verbinden. Im Hugendubel im Steinweg finden Lesungen und Gespräche mit Ensemblemitgliedern des Schauspiel Frankfurt statt, die Hintergrundinformationen und Inspiration zu aktuellen Stücken bieten. Der Eintritt ist frei.

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