Mittwoch, 19 Juni 2024
StartHealthOnline-Fleisch-Rechner zeigt Ernährungsverhalten. Das Ergebnis überrascht. 

Online-Fleisch-Rechner zeigt Ernährungsverhalten. Das Ergebnis überrascht. 

Der Online-Fleisch-Rechner visualisiert die Auswirkungen des eigenen Ernährungsverhaltens. Das Ergebnis überrascht. 

Aktuelle Daten des Rechenportals blitzrechner.de decken die Zustände der Antibiotika-Verabreichung in der Massentierhaltung auf. Den Berechnungen zufolge erhalten die durchschnittlich von einem Deutschen verzehrten Tiere in konventioneller Massentierhaltung das Äquivalent von über 55 Tagesdosen Antibiotika innerhalb eines Jahres. Zum Vergleich: Deutsche erhalten im Durchschnitt im Jahr weniger als 5 Tagesdosen.

Der Online-Fleisch-Rechner visualisiert die Auswirkungen des eigenen Ernährungsverhaltens. Das Ergebnis überrascht.
Der Online-Fleisch-Rechner visualisiert die Auswirkungen des eigenen Ernährungsverhaltens. Das Ergebnis überrascht. Copyright: blitzrechner.de

Der Online-Fleisch-Rechner visualisiert die Auswirkungen des eigenen Ernährungsverhaltens. Das Ergebnis überrascht. 

“Den meisten Menschen ist nicht klar, welche Mengen Antibiotika der eigene Fleischkonsum im Laufe der Zeit verursacht. Die daraus resultierenden Risiken sind nur wenigen bewusst.” sagt Tim Lilling, Projektleiter bei blitzrechner.de. “Der erste Schritt muss sein, den eigenen Verbrauch zu berechnen, um sich die Folgen bewusst machen zu können. Antibiotika sind wertvolle Medikamente in der Krankheitsbekämpfung, verlieren jedoch ihre Wirksamkeit, wenn sie massenhaft eingesetzt werden.” so Lilling weiter.

Die individuelle Antibiotika-Belastung der eigenen Ernährungsweise können Interessierte unter https://www.blitzrechner.de/fleisch exakt berechnen. Dabei wird schnell klar, welchen großen Unterschied selbst kleine Reduzierungen des Fleischverzehrs machen können:

Nur eine Portion Fleisch (150 Gramm) pro Woche weniger, senkt die Antibiotikabelastung bereits um knapp 20 %. Befolgt man die aktuelle Empfehlung zur Fleischverzehrmenge der  Deutschen Gesellschaft für Ernährung (300 Gramm pro Woche) reduziert sich laut blitzrechner.de der Antibiotikaeinsatz sogar um die Hälfte.

Warum ist der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung problematisch?

Eines der größten Probleme der intensiven Tierzucht ist der hohe Einsatz von Antibiotika. Da Tiere in Massenhaltung schnell krank werden, müssen sie besonders häufig behandelt werden. Und: Wenn ein Tier krank wird, wird aufgrund der Ansteckungsgefahr meist gleich die ganze Herde vorbeugend behandelt. Das größte Problem hierbei: Es kommen auch sogenannte Reserveantibiotika zum Einsatz – also Antibiotika, die eigentlich für humanmedizinische Notfälle reserviert sein sollten. Dadurch entstehen, antibiotikaresistente Keime, die dann auch für den Menschen schadhaft sind. Diese gefährlichen Keime gelangen auf verschiedenen Wegen in die Umwelt und damit auch zum Menschen: durch Lüftungsanlagen von Ställen in die nähere Umgebung, bei Hygienemängeln in Fleisch, Wurst und Milchprodukten, von infizierten Tieren auf Menschen oder durch Gülle auf Gemüsefeldern.

Auch Reinhild Benning, Leiterin Landwirtschaft der Deutschen Umwelthilfe, sieht Handlungsbedarf:

In Deutschland stammen rund 90 Prozent der Masthühner aus qualvoller Turbozucht, der Großteil davon bekommt Antibiotika. Beim Verbrauch des Reserveantibiotikums Colistin steht Deutschland an dritthöchster Stelle in Europa. Die Folge: Gesundheitsrisiken durch antibiotikaresistente Keime auf Fleisch. Wir haben in unserer jüngsten Studie nachgewiesen, dass 11 von 35 Proben Hähnchenfleischproben aus Massentierhaltung mit resistenten Keimen belastet sind.”

Verwendete Quellen:

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Jane Uhlig
Jane Uhlighttps://www.janeuhlig.de
Jane Uhlig ist Gründerin und Chef-Redakteurin von Janes Magazin. Sie publizierte Wirtschafts-Sachbücher-Bücher in Kooperation mit dem Campus Verlag und Hörbücher zum Thema Selbst-Coaching. Sie beschäftigt sich mit den Themen Lifestyle, Trends und Gesundheit, ist Yoga und Zumba-Trainerin für große Bühnen-Events und agiert als Moderatorin in zahlreichen Events, Konferenzen und Galas.
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