Freitag, 19 April 2024
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Erfolg für den europäischen Finanzplatz Frankfurt am Main: Deutschland gewinnt das Rennen um den Sitz der zukünftigen EU‑Behörde zur Geldwäschebekämpfung (AMLA)

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Frankfurt am Main hat sich im Rennen um den künftigen Sitz der EU-Behörde zur Geldwäschebekämpfung durchgesetzt. In einer gemeinsamen Abstimmung haben sich das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union für die deutsche Finanzmetropole entschieden. Das Bundesministerium der Finanzen hatte sich in den Verhandlungen erfolgreich dafür eingesetzt, dass die Befugnisse der neuen Behörde gestärkt werden. Die Entscheidung für Frankfurt unterstreicht dieses Engagement.

Bundesminister der Finanzen Christian Lindner: „Die Bundesregierung hat sich intensiv für Frankfurt am Main als Sitz der neuen europäischen Geldwäschebehörde eingesetzt. Wir wollen den Finanzplatz dadurch weiter stärken, denn die Konkurrenz ist schärfer geworden und das Potenzial noch nicht ausgeschöpft. Die Bekämpfung von Finanzkriminalität ist von hoher Priorität für uns. Zusammen mit unseren internationalen Partnern wollen wir fairen Wettbewerb sichern und illegale Praktiken bekämpfen. Für AMLA ist Frankfurt am Main ein starker, glaubwürdiger und nachhaltiger Standort. Als Behörde mit europäischer Perspektive wird AMLA die Anstrengungen im Kampf gegen Geldwäsche auf eine neue Stufe heben.“

Der Hessische Ministerpräsident Boris Rhein: „Stadt, Land und Bund haben gemeinsam für diese Entscheidung gekämpft. Uns ist es gelungen, die AMLA nach Frankfurt zu holen. Das zeigt – nach dem Erfolg im Rennen um das International Sustainability Standards Board (ISSB) – erneut: Wenn alle Ebenen in unserem föderalen System an einem Strang ziehen, ist Deutschland stark. Wir freuen uns, dass Rat und Parlament die einzigartigen Standortvorteile Frankfurts für die AMLA gesehen und uns den Zuschlag erteilt haben. Es ist eine Ehre für unser Bundesland Hessen, die AMLA beheimaten zu dürfen.“

Der Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main, Mike Josef, betont: „Die Entscheidung, die AMLA in Frankfurt anzusiedeln, ist genau richtig, denn unsere Stadt bietet kulturell wie infrastrukturell ideale Vorrausetzungen. Frankfurt kann neben einer dynamischen Wirtschaft auch eine hohe Lebensqualität vorweisen und ist die Stadt der kurzen Wege. Hier ist der ideale Ort für Menschen aus 180 Ländern im Herzen Europas. Wir heißen die AMLA und alle neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger in Frankfurt herzlich willkommen.“

Der Finanzstandort Frankfurt am Main wird durch die Ansiedlung der AMLA erheblich gestärkt.Mit Frankfurt am Main verfügt Deutschland über einen idealen Standort zur Koordination der Geldwäschebekämpfung in Europa:

Frankfurt ist der größte Finanzplatz Kontinentaleuropas.Frankfurt ist bereits der Hauptsitz der Europäischen Zentralbank.Brüssel und die Institutionen der Europäischen Union sind schnell, gut und mit einer nachhaltigen Bahnverbindung erreichbar.Das Rhein-Main-Gebiet bietet mit über 250.000 Studierenden, zahlreichen Fachkräften aus den Bereichen Informatik, Bank- und Rechtswesen sowie über 40 Forschungseinrichtungen und Universitäten einen großen Talentpool.

Die Bundesregierung, das Land Hessen und die Stadt Frankfurt werden die Ansiedlung und den Aufbau der AMLA in Frankfurt finanziell unterstützen. Fest zugesagt ist ein Betrag von 10 Millionen Euro, der – unter Berücksichtigung der jetzt vorgesehenen Personalausstattung der Einrichtung – verdoppelt wird.

Die AMLA soll innerhalb der Europäischen Union die Führungsrolle bei der Bekämpfung von Geldwäsche einnehmen, sowohl im Bereich der Aufsicht als auch bei der Zusammenarbeit der zentralen Meldestellen (Financial Intelligence Units). Gemeinsam mit den zuständigen nationalen Behörden soll sie EU-weit eine einheitliche Anwendung der Rechtsvorschriften sicherstellen. Die Kooperation zwischen den nationalen Aufsichtsbehörden wird dabei gestärkt. Die AMLA wird über alle erforderlichen Befugnisse im Bereich der Standardsetzung und Aufsicht verfügen und die europäische Geldwäschebekämpfung mit qualifiziertem Personal auf eine neue Stufe heben. Die neue Behörde soll noch in 2024 ihre Tätigkeit aufnehmen und 2027 voll funktionsfähig sein.

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