Dienstag, 25 Juni 2024
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Intraoperatives Monitoring bei Hirntumor OP

Hirntumor effizient entfernen bei gleichzeitiger Schonung wichtiger Hirnfunktionen

SIEGEN. Die Operation eines Hirntumors gehört zu den schwierigsten Eingriffen der Neurochirurgie. Während einerseits der Hirntumor möglichst vollständig entfernt werden muss, liegen andererseits oft in unmittelbarer Nähe lebenswichtige Hirnbereiche. Um während einer Operation wichtige Hirnfunktionen zu überwachen und zu schonen, wird das sogenannte intraoperative Neuromonitoring (IONM) eingesetzt. Aber auch schon vor der Operation können diese funktionellen Zentren mittels der sogenannten fMRT dargestellt werden. Dadurch können postoperative Komplikationen wie Störungen der Motorik, Sensorik oder Sprache deutlich reduziert werden.

Motorik und Sensorik erhalten während Hirntumor-OP

„Insbesondere unsere Bewegung und Wahrnehmung, die Sprache und die Funktionen der Hirnnerven wie Steuerung der Augenmuskulatur oder des Schluckakts sind für unsere Lebensqualität essenziell. Gleichzeitig ist die Anatomie des menschlichen Gehirns individuell. Wenn die Anatomie durch einen Tumor verändert ist, müssen diese Hirnfunktionen auch während einer Operation in Vollnarkose überwacht werden“, erklärt Prof. Dr. Veit Braun, Chefarzt der Neurochirurgie am Diakonie Klinikums Jung-Stilling in Siegen. Dazu werden das Gehirn oder bestimmte Hirnnerven elektrisch überwacht. Durch entsprechende Wahrnehmungselektroden an der Zielmuskulatur können die Signale registriert werden. So kann auch während der Operation immer wieder die Funktion der entsprechenden Hirnareale überprüft werden. Der Neurochirurg ist dabei auf die Mithilfe des Anästhesisten und des Neuromonitoring-Teams angewiesen.

Landkarte des Gehirns vor Hirntumor-OP

Schon vor der Operation ist es möglich, mithilfe von spezieller Bildgebung wie funktionellen MRT- Verfahren eine Art Landkarte der Gehirnoberfläche zu erstellen. Dadurch können wichtige Areale wie Sprache und Motorik örtlich dargestellt werden. Zusammen mit dem intraoperativen Monitoring erreicht der Arzt so eine sehr genaue Darstellung von wichtigen Hirnstrukturen und ihrer Lage zum Hirntumor. In der Neurochirurgie des Diakonie Klinikums Jung-Stilling werden die komplexen Eingriffe von einem sehr erfahrenen Ärzteteam in hochmodernen OP-Sälen durchgeführt. Dadurch ist sie auch über die Region Siegen hinaus ein kompetenter Ansprechpartner für neurochirurgische Interventionen, zum Beispiel für Patienten aus dem Großraum Köln / Bonn, dem Märkischen Kreis oder dem Lahn-Dill-Kreis (Region Wetzlar).

Professor Dr. med. Veit Braun ist Chefarzt an der Neurochirurgie am Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen. Kopfoperationen wie bei Hirntumor, Aneurysma, Angiom oder Jannetta werden in hochmodernen Operationssälen mit 3D-Bildwandler, Neuronavigation, Fluoreszenz und Neuromonitoring durchgeführt. Das gesamte Spektrum der modernen Neurochirurgie wird geboten. Das ärztliche Team der neurochirurgischen Abteilung innerhalb des Klinikums besteht aus 13 Mitarbeitern, von denen 6 Fachärzte für Neurochirurgie sind.

Kontakt
Diakonie Klinikum Jung-Stilling-Krankenhaus Neurochirurgische Klinik
Prof. Dr. med. Veit Braun
Wichernstraße 40
57074 Siegen
02 71 3 33-43 82 oder -42 21
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http://www.neurochirurgie-diakonie.de

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